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Kompost umsetzen – Wann und warum umschichten?

Kompost sollte in regelmäßigen Abständen umgesetzt werden, damit schnellstmöglich Humus geerntet werden kann. Hier gibt es erprobte Tipps, wie man dabei vorgeht, um den Rottevorgang zu optimieren.

Komposterde - Humus

Optimale Pflege zur Gesunderhaltung von Zier- und Nutzpflanzen schließt die Versorgung mit wichtigen Nährstoffen ein. Immer mehr Menschen verzichten auf Kunstdünger und setzen stattdessen auf Kompost, idealerweise aus eigener Herstellung.

Kompost anlegen und später den Kompost umsetzen ist zwar mit Arbeit verbunden, doch Biogärtner wissen, dass aus Garten- und Küchenabfällen ein gehaltvolles Substrat entsteht, das die Ernährung der Gewächse sicherstellt.

TIPP: Den Kompost sieben gewährleistet feinkrümelige Erde, die sich nicht nur für die Bodenverbesserung im Garten, sondern auch für Topfpflanzen bestens eignet.

So den Kompost umsetzen, damit die Umwandlung in nährstoffreiche Humuserde schneller vorangeht

Kompost umsetzen dringend empfohlen- Komposter viel zu voll und zu nass
Dieser Kompost sollte schnellstmöglich umgesetzt werden

Um den Rotteprozess in Gang zu bringen, bedarf es organische Masse sowie Feuchtigkeit und Sauerstoff. Ein weiterer Faktor stellt die Zeit dar, die benötigt wird, bis aus Grüngut Humus wird.

Unter guten Bedingungen vollzieht sich dieser Vorgang im Laufe weniger Monate. Komposterde kaufen kommt als Option nur infrage, wenn kein eigener Komposter vorhanden ist.

Regionale Recyclinghöfe geben gegen eine geringe Gebühr in Säcken abgepackten Kompost ab. Sie nehmen auch Grüngut an, zerkleinern holzige Abfälle und produzieren mit Hilfe von Kompostmieten reichhaltige Humuserde.

Kompost umsetzen – Vorteile:

  • Das im Komposter aufgeschichtete Grüngut verwelkt nach ein paar Tagen und sackt durch das Eigengewicht in sich zusammen. Dabei verdichtet sich die Masse. Mittels Umsetzen findet eine Auflockerung des Kompostmaterials statt, was letztendlich der Verrottung zugute kommt.
  • Die Verdichtung reduziert die Sauerstoffversorgung im Inneren des Komposters. Für den Abbau von organischen Materialien wird aber dringlich Luftsauerstoff gebraucht. Das Umsetzen führt zu mehr Zwischenräumen, die sich mit Luft füllen.
  • Während des Abbauprozesses entsteht Wärme, die nach oben abzieht und frei gewordenes Kohlenstoffdioxid mitnimmt. Je mehr frischer Sauerstoff nachströmt, desto rascher vollzieht sich die Verrottung.
  • Beim Kompost umsetzen kann die Beschaffenheit genau unter die Lupe genommen werden. Ist der Kompost zu trocken, braucht er Feuchtigkeit, sonst gerät der Rotteprozess ins Stocken. Eine zu große Nässe erhöht dagegen die Fäulnisgefahr. Als Gegenmaßnahme empfiehlt sich das Vermischen des Komposts mit trockenem Häckselmaterial oder mit Stroh, damit die überschüssige Nässe aufgesaugt wird.

Übrigens: Kompostwürmer fühlen sich weder in einem zu trockenen noch in einem zu nassen Milieu wohl.

Kompost umsetzen: Wie geht man dabei vor?

Das Abtragen des Komposts erfolgt am besten am höchsten Punkt beginnend Schicht für Schicht.

Was vorher oben war, befindet sich nach dem Umsetzen ganz unten. Kommt beim Umsetzen ein Sieb in Aktion, lässt sich bereits fertige, feine Komposterde zur Verteilung auf den Beeten gewinnen.

Was nicht durch die Maschen passt, braucht noch etwas Zeit zum Reifen. Der ausgehobene Kompostbehälter steht nach vollbrachter Tat für eine erneute Füllung mit frischen Küchen- und Gartenabfällen bereit.

Wann den Kompost umsetzen?

Bei Minusgraden macht die Umschichtung des Komposts wenig Sinn. Auch bei sommerlicher Wärme sollte auf das Umsetzen besser verzichtet werden, weil bei intensiver Sonnenbestrahlung zu viel Feuchtigkeit entweicht.

Als idealer Zeitpunkt gilt im Allgemeinen der Monat März, damit der über den Winter abgelagerte Kompost ausgiebig Sauerstoff erhält und in der Folgezeit zügig heranreift.

Den umgesetzten Kompost weiterhin füllen oder nicht?

Prinzipiell schadet es dem umgesetzten Kompost nicht, wenn er weiterhin mit Grüngut versehen wird. Steht die Komposternte an, hat sich später eingefülltes Material natürlich noch nicht in vollem Umfang zersetzt. Der obere Teil muss deshalb zunächst abgetragen werden, damit er an einem anderen Ort die Verrottung fortsetzen kann.

Gegebenenfalls landet er wieder im gleichen Komposter. In diesem Fall sind eventuell schon Bakterien und andere Kleinlebewesen vorhanden, die ihr Werk vollenden und ihr Territorium auf neu eingefüllte Garten- und Küchenabfälle ausweiten.

Wann kan man aufs Kompost umschichten verzichten?

Wer das Umschichten des Komposts vermeiden möchte, kann Initiativen ergreifen, die bereits beim Einfüllen zu einer Verbesserung der Sauerstoffzufuhr führen:

  • Auf viel Abwechslung beim Einschichten achten.
  • Niemals dickere Schichten eines einzelnen Materials einbringen.
  • Rasenschnitt antrocknen lassen und nicht auf einmal in den Komposter geben.
  • Schweres Material stets mit Reisigstücken mischen, um eine übermäßige Verdichtung zu verhindern.
  • Den Kompost gelegentlich mit gröberem Grüngut (z. B. Stängel) versehen, damit sich luftige Zwischenräume bilden.
  • Von vorneherein einen längeren Zeitraum für das Kompostieren einkalkulieren.

Zusammenfassung:

Ungenügende Durchlüftung und zu dichte Aufschüttung gehen bei der Kompostherstellung mit unangenehmen Begleiterscheinungen einher:

Das Kompostieren nimmt unter diesen Umständen relativ viel Zeit in Anspruch, denn eine Erwärmung des Kompostguts findet nicht oder nur in geringem Umfang statt.

Bei großer Verdichtung erhöht sich zudem die Wahrscheinlichkeit, dass das Kompostmaterial stinkt. Wer den Kompost nicht umsetzen möchte, sollte zumindest auf Vielfalt beim Befüllen achten und auch etwas gröbere Stücke hineingeben, damit das Material weniger stark zusammensackt und die Zufuhr von Sauerstoff bestehen bleibt.