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Was ist Humus? 5 Dinge, die man über Humus wissen muss

in der Kategorie: Kompost, Humus und Gartenerde
Komposterde - Humus

Was Gartenratgeber empfehlen: 5 Dinge, die Sie über Humus wissen sollten.

Gartenratgeber empfehlen den Einsatz von Komposterde bzw. Humus. Doch was ist Humus eigentlich genau? Die Bezeichnung Humus wurde der lateinischen Sprache entnommen und lautet übersetzt „Erdboden“. Die Bodenkunde umschreibt den Begriff Humus mit der Vielfalt aller toten organischen Stoffe, die in einem Boden enthalten sind.

1. Was ist Humus? – Zusammensetzung

Grundsätzlich werden alle abgestorbenen, organischen Bestandteile, egal ob aus pflanzlicher oder tierischer Herkunft, als Humus bezeichnet. Durch die Einwirkung von Sauerstoff und mittels chemischer Prozesse wird im Laufe der Zeit aus Humus Kohlenstoffdioxid, Wasser und Nitrat. Die Abbaubarkeit unterscheidet sich je nach den einzelnen chemischen Verbindungen. Kohlenhydrate und Proteine zersetzen sich relativ schnell, Cellulose braucht erheblich länger. Deshalb bleiben einige Bestandteile des Humus länger bestehen als andere.

2. Was ist Humus? – Vorteile für die Pflanzen

Die abgebauten Produkte nehmen die Pflanzen als Nährstoffe auf, weshalb sich Humus hervorragend als Dünger eignet. In Böden mit nur geringem Humusanteil stehen den darauf angepflanzten Gewächsen nur sehr wenig Nährstoffe zur Verfügung, was sich in einem verkümmerten Wachstum auswirkt. Darüber hinaus können Böden mit hohem Humusanteil viel besser Wasser speichern, was wiederum den Pflanzen zugute kommt.

Ohne Humus versickert Regen sehr schnell in tiefere Bodenbereiche und Pflanzenwurzeln haben nur wenig Nutzen vom kostbaren Nass. Gleichzeitig bewahrt Humus den Boden vor einer zu stark ausgeprägten Erosion und die Pflanzenwurzeln vor zu starken Temperaturschwankungen. Humus besitzt somit auch eine schützende und isolierende Wirkung. Böden, die reichlich Humus aufweisen, werden generell als lebende Böden bezeichnet, weil sie voller Mikroorganismen und Bodenlebewesen stecken. Die wiederum sorgen für die Auflockerung des Erdreichs und der damit verbundenen guten Durchsetzung mit Sauerstoff.

3. Was ist Humus? – Humusformen

Nicht jeder Humus ist gleich. Je nach Umgebung des Bodens und der vorhandenen Stoffe finden unterschiedliche Zersetzungsvorgänge statt. Damit die Bodenorganismen aktiv werden können, benötigen sie Wärme, Luft und Feuchtigkeit. Wenn die Bedingungen nicht stimmen, entsteht Fäulnis. Das ist insbesondere bei übermäßiger Nässe, Kälte und der Einwirkung von Säure der Fall. Fachleute sprechen von Mull, wenn der Humus eine ausgezeichnete Qualität aufweist. Dazu sind Materialien mit einem günstigen Kohlenstoff-Stickstoff-Verhältnis nötig.

Auf Nadelstreu trifft das zum Beispiel nicht zu. Viel Kohlenstoff versauert den Humus. In einem solchen Milieu siedeln sich weniger Bodenlebewesen an. Moder ist, den Humus betreffend, nicht mit Schimmel gleichzusetzen. Viel mehr handelt es sich um eine Zwischenstufe zwischen Mull und rohem Humus. Regenwürmer sind darin nur vereinzelt anzutreffen. Rohhumus wird als schlechteste Humusqualität eingeordnet, denn es handelt sich um nasse Schichten, die nur unvollständig zersetzt sind. Die darin gebildeten Säuren sind für das saure Milieu verantwortlich, das sämtliche Bodenorganismen verscheucht. Bester Humus ist der Wurmhumus, man kann Kompostwürmer bestellen und seinen Humus selber herstellen.

4. Was ist Humus? – Vorkommen

Weil die Böden unter Laubbäumen alljährlich im Herbst mit zahlreichen, abfallenden Blättern versorgt werden, bildet sich dort alljährlich eine neue Humusschicht. Je nach Alter ist die Zersetzung weniger oder weiter fortgeschritten. Das geschieht natürlich nur, wenn das Laub nicht zusammengekehrt und weggebracht wird. In Laub- oder Mischwäldern bilden sich besonders dicke Humusschichten, in denen zahlreiche Bodentiere und Mikroorganismen stecken. Hier sind Kompostwürmer in ihrem natürlichen Umfeld zu finden.

5. Was ist Humus? – Einsatzbereiche

Der in einem Kompostbehälter produzierte Humus eignet sich hervorragend zum Mulchen von Zier- und Nutzpflanzen. Besonders bei der Ausbringung im Herbst erhalten empfindliche Wurzeln einen bestens geeigneten Schutz, der winterliche Kälte abhält. Gleichzeitig dringen die im Humus vorhandenen Nährstoffe in den Boden ein. Eine mineralische Düngung ist somit nicht mehr nötig. Qualitativ hochwertiger Humus kann auch als Langzeitdünger für Topf- und Kübelpflanzen Verwendung finden. Idealerweise wird natürliches Gartensubstrat mit Humus gemischt und als Blumenerde eingesetzt. Die in Topfkultur gehaltenen Pflanzen sind auf diese Weise bestens versorgt.

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