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Komposter Vergleich, Reviews und Angebote

Der Schnellkomposter

in der Kategorie: Schnellkomposter
Schnellkomposter grün

Das Prinzip eines Schnellkomposters und die unterschiedlichen Modelle, die der Handel anbietet.

Wie der Name schon besagt, geht die Kompostierung in einem Schnellkomposter besonders rasch über die Bühne. Während es in einem offenen Metall- oder Holzkomposter mindestens 12 Monate und noch länger dauert, bis aus dem Grüngut und anderen organischen Stoffen unter der Unterstützung von Sauerstoff, Feuchtigkeit und Wärme wertvoller Kompost heranreift, kann aus einem Schnellkomposter bei guten Bedingungen bereits nach 5-6 Monaten nährstoffreicher Humus entnommen werden.

Der ideale Platz für den Schnellkomposter

Weil es sich beim Schnellkomposter oder auch bei einem Thermokomposter um einen geschlossenen Kompostbehälter handelt, ist für seine Verwendung noch nicht einmal ein Garten notwendig. Ein Hinterhof reicht als Standort aus. Allerdings sollte trotzdem eine direkte Verbindung zum Erdreich bestehen, damit sich Mikroorganismen und Regenwürmer ansiedeln können. Vorhandene Rasengittersteine als Bodenabschluss verhindern Staunässe und sind deshalb verhältnismäßig unproblematisch. Vorteilhaft ist es, wenn für einen Schnellkomposter ein halbschattiger Platz auserwählt wird.

Der Schnellkomposter und seine Anwendung

Die im Handel angebotenen Schnellkomposter besitzen die ideale Größe. Das Grüngut zum Verrotten sollte nämlich nicht höher als 120 cm aufgeschichtet werden. Mit einer doppelwandigen Isolierung wird im Innern eine besonders hohe Temperatur erreicht, die auch Unkrautsamen vernichtet und Keime abtötet. Trotzdem lassen horizontale Schlitze an den Seiten oder integrierte Belüftungssystem genug Sauerstoff eindringen. Ein Schnellkomposter besitzt einen Deckel, der immer geschlossen bleiben muss. Denn nur so ist eine ideale Temperierung innerhalb des Behältnisses möglich.

In einem Schnellkomposter kommt es ganz besonders auf eine gute Mischung des Kompostgutes an. Idealerweise wechseln sich Schichten aus nassem und trockenem Material ab. Etwa 4 Wochen dauert die zunächst einsetzende Heißrotte an, die in einem isolierten Schnellkomposter besonders intensiv ausfällt. Es können Temperaturen bis zu 70° C erreicht werden. Die Wärme resultiert aus der Energiefreisetzung der organischen Stoffe, die durch Bakterien begünstigt wird. Während der Phase der Heißrotte vermindert sich das Volumen des eingebrachten Kompostgutes bereits erheblich. Im Laufe der folgenden Hauptrotte, die etwa 4-6 Wochen anhält, sinkt die Temperatur im Schnellkomposter auf etwa 25° C herab.

Jetzt werden die Bodenlebewesen aktiv, die vom Untergrund in das Behältnis vordringen. Zu ihnen zählen Asseln, Springschwänze und Milben. Im Anschluss vollbringen Tausendfüßler und Regenwürmer den Rest. Die sogenannte Nachrotte erfolgt in einem Zeitrahmen von 3 bis 6 Monaten. Danach ist der Kompost fertig und kann verwendet werden, denn er besitzt nun eine feinkrümelige Konsistenz. Ein bei der Füllung eingebrachter Kompostbeschleuniger unterstützt den gesamten Vorgang noch zusätzlich.

3 verschiedene Modelle im Vergleich

  • Die Firma Neudorff bietet doppelwandige Komposter für 230 l oder 470 l Inhalt an, die extra für eine rasche Kompostherstellung konzipiert wurden. Sie besitzen eine achteckige, konische  Form und bieten mit 2 Entnahmeklappen eine ebenerdige Kompostentnahme.
  • Die Produktpalette der Firma Graf umfasst ein rundes Schnellkomposter-Modell in der Höhe von 87 cm und 280 l Inhalt. Hier wird die Belüftung durch einen vom Boden abgesetzten Luftkanal garantiert. Durch die geschlossene Bauweise dringt kein Geruch nach außen und die Umgebung bleibt sauber, weil Schlitze fehlen, durch die feinkrümeliger Kompost durchrutschen könnte.
  • Der Rototherm Komposter der Firma Juwel setzt auf ein integriertes Rührwerk, das für eine besonders intensive Sauerstoffversorgung sorgt und dadurch den Verrottungsprozess verkürzt. Dadurch wird auch das Kompostgut gut miteinander vermischt, was den organischen Abbau der Substanzen automatisch beschleunigt. Außerdem besteht die Ummantelung des Komposters aus wärmeisolierenden Kunststoffpaneelen. Mit einem Inhalt von 700 l eignet sich dieses Modell auch für große Gärten. Ein oberhalb des Bodenbereichs angebrachtes, integriertes Sieb, lässt nur feinkrümeligen Humus durchfallen, der durch eine Klappe entnommen werden kann.

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