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Der Komposthaufen im Jahresverlauf

in der Kategorie: Know How
Die richtige Komposter Größe finden

Der Komposthaufen als die ursprünglichste Art der Kompostherstellung im Verlauf eines Jahres.

Auch ganz ohne Kompostbehälter gelingt die Produktion von wertvollem Humus vorzüglich. Bei der Aufschichtung eines losen Komposthaufens entfallen die Anschaffungskosten für einen Komposter, was diese Kompostart zu der kostengünstigsten Variante macht.

Zu früheren Zeiten befand sich, zumindest in der ländlichen Gegend, in nahezu jedem Hof ein Komposthaufen. Er diente nicht nur der Entsorgung von Grüngut- und Küchenabfällen, in ihm wurde auch verunreinigtes Stroh und der Mist der Tiere eingebracht. Eine Kompostmiete ist nichts anderes als ein Komposthaufen, der nach erfolgter Aufschichtung umschlossen wird, um das Kompostieren zu beschleunigen.

Komposthaufen anlegen

Wie bei allen Vorgehensweisen der Kompostherstellung ist auch bei einem Komposthaufen die direkte Verbindung mit dem Boden enorm wichtig. Am besten wird eine eventuell vorhandene Grasnarbe abgetragen und das offene Erdreich gut aufgelockert. Die Mulde im Boden darf jedoch nicht allzu tief sein, denn das Kompostgut soll sich zur ausreichenden Belüftung nicht unterhalb der Bodenoberfläche befinden, sondern darüber.

Wird die beim Ausgraben anfallende Erde an der Seite aufgeschichtet, dient sie später dem Komposthaufens zur Abdeckung. Eine maximale Breite von 150 cm sollte bei einem Komposthaufen nicht überschritten werden. Die Länge ist dagegen je nach Bedarf flexibel ausbaufähig. Grobes Astwerk als erste Lage im Komposthaufen stellt eine optimale Sauerstoffzufuhr auch im unteren Bereich sicher. Auf diese Schicht folgen die unterschiedlichen Lagen Kompostgut.

 

Der Komposthaufen im Jahresverlauf

Wie bei einem Hügel verlaufen die Seiten des Komposthaufens nicht senkrecht in die Höhe, sondern sie verjüngen sich nach oben hin. Dies garantiert einen gewissen Halt, damit der Komposthaufen nicht auseinanderbricht. Trotzdem sollten die einzelnen Materialien gut ausgebreitet werden, damit sie eine vollständige Schicht ergeben. Unterschiedliche Substanzen sorgen für ein ausgewogenes Verhältnis an Nährstoffen in der fertigen Komposterde.

Wird mit dem Anlegen eines Komposthaufens im Frühjahr begonnen, folgt auf die ganz unten befindlichen Äste eine Schicht aus welken Pflanzenstängeln des Vorjahres. Als nächstes ergibt das über den Winter stehen gebliebene Unkraut des Gartens eine weitere Schicht im Komposthaufen. Küchenabfälle wie Zwiebelschalen, Salatreste und Rückstände von Obst und Gemüse fallen sicherlich das ganze Jahr über an. Sobald es im Garten wieder wächst und gedeiht, nimmt der Komposthaufen stetig an Höhe zu, denn der Garten liefert jede Menge an Materialien, wie Rasen- und Sträucherschnitt sowie auf den Beeten entfernter Wildwuchs.

Bei der Ernte der Gemüsepflanzen bleibt unverwertbares Blattwerk übrig, das sich zum Kompostieren bestens eignet. Zum Ende des Jahres füllt dann noch das auf den Beeten und Wegen befindliche Herbstlaub den Komposthaufen.

 

Kompostmiete abdecken

Ist die maximale Höhe von einem Meter erreicht, wird eine Kompostmiete abgedeckt, damit sich  Wärme entwickeln kann. Dazu eignet sich eine ausgebreitete und am Rand mit Steinen beschwerte Folie. Weitaus vorteilhafter ist es jedoch, den Kompost mit Erde zu umschließen. Der Komposthaufen ist auf diese Weise der natürlichen Witterung ausgesetzt, die für die nötige Feuchtigkeit sorgt. Ein Zuviel an Wasser dringt tief in den Boden ein und verursacht im Kompost keine Fäulnis.

In der Erde versteckt, kann eine Kompostmiete auch niemals austrocknen. Ist die heiße Phase des Rotteprozesses abgeschlossen, haben Bodenorganismen und Regenwürmer freien Zugang, um die weitere Zersetzung zu übernehmen. Fällt die Ruhephase des Komposthaufens in die Sommermonate, erzeugt die Bepflanzung des Hügels mit Blumen, Gurken oder Kürbissen ein optisch ansprechendes Bild im Garten.

 

Dauer des Rottevorgangs

In einem offenen Komposthaufen entsteht nach 12 bis 18 Monaten fertige Komposterde. Bei erfolgter Hitzeentwicklung mittels Abdecken verkürzt sich der Kompostierungsvorgang, so dass nach einem Jahr bereits fertiger Kompost zur Verfügung steht. Eine Kompostmiete bringt auch noch den Vorteil mit sich, dass sich der Kompost besonders leicht auf die Beete ausbreiten lässt.

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