Praktische Bauanleitung für alle, die einen Komposter selber bauen möchten (mit Video)
Einen Komposter in Eigeninitiative zu errichten, stellt für einen handwerklich versierten Menschen keine allzu große Herausforderung dar.
Aber…..
Bevor es an die Detailplanung geht, sollte zunächst der Platz für den Kompostbehälter bestimmt und der Boden eingeebnet werden. Die nächsten Gedanken gelten der Größe, der Ausführung und des Materials.
Und noch was: schau dir zuerst die Videos weiter unten an, bevor du mit dem Eigenbau beginnst.
Aus Latten einen Komposter selber bauen
Idealerweise erhält das Gehäuse für den Kompost eine quadratische Form mit einer Seitenlänge von 80 bis 120 cm. Die 4 benötigten Kanthölzer müssen länger sein als die geplante Höhe für den Holzkomposter, damit sie im Boden eingelassen für Standfestigkeit sorgen.
Ein gängiges Höhenmaß für Komposter beträgt 100 cm, so dass 120 cm lange Kanthölzer für den Komposter- Eigenbau gebraucht werden. Die Distanz der Kanthölzer im Boden entspricht der Länge der Holzlatten, wobei die beiden Kanthölzer in der Gesamtbreite inbegriffen sind.
Für die Kanthölzer sind vier Erdlöcher mit 20 cm Tiefe nötig. Bei sehr weichem Untergrund verschafft das Ausgießen mit Zement den erforderlichen Halt. Ein paar Betonplatten in Sand verlegt tun es aber auch, um den Lattenkomposter aufzusetzen.
Um zu prüfen, ob die Kanthölzer alle gleich tief im Boden sind, wird eine Latte auf jeweils zwei Kanthölzer gelegt. Die darauf platzierte Wasserwaage gibt über die horizontale Ausrichtung Auskunft. Sind die Kanthölzer exakt senkrecht und in gleicher Länge im Boden verankert, werden die Latten mit Nägeln oder Schrauben daran befestigt.
Begonnen wird ganz unten. Zwischen den Latten sollte ein Abstand von 3 bis 5 cm bleiben, damit der Kompost zur Zersetzung genug Sauerstoff erhält. Passgenaue Abstandhalter erleichtern das Anbringen.
Sind beim Eigenbau-Komposter für die vordere Seite herausschiebbare Holzlatten vorgesehen, damit fertige Komposterde bequem entnommen werden kann, werden auf die beiden vorderen Kanthölzer statt Latten, Holzstücke angebracht.
Der Platz für die Latte bleibt jeweils ausgespart. Mit einem darauf angeschraubten Brett ist eine Vorrichtung geschaffen, die es ermöglicht, die Latten von der Seite einzuschieben und bei Bedarf wieder zu entnehmen.
Damit für die Latten genug Spiel bleibt, sollten die angebrachten Holzstücke etwas schmäler sein als die Öffnungen an den anderen Seiten und ein klein wenig dicker als die Latten.
Wer einen Komposter bauen möchte, der sich optisch gut in den Garten integrieren läßt, der sollte sich die nachfolgenden Videos anschauen.
Video mit Tipps zum selber bauen eines Komposters
Im Video sehen Sie einen optisch sehr ansprechenden, selbst gebauten Komposter. Überzeugen Sie sich selbst.
Aus Europaletten einen Komposter selber bauen
Ein Kompostbehälter lässt sich schnell und einfach aus gebrauchten Europaletten herstellen. Vier Stück sind dazu nötig.
Europaletten werden nach dem Normmaß 120 x 80 cm hergestellt. Der aus ihnen gebaute Komposter kann entweder schmal und dafür mit 120 cm etwas höher sein oder die Paletten werden mit quer verlaufenden Latten aufgestellt. Dann erhält der Komposter ein Innenmaß von 120 x 120 cm und eine Höhe von 80 cm.
Zum Verbinden der einzelnen Europaletten eignet sich Draht. Für den Innenbereich wird am besten die Oberseite der Paletten mit den durchgehenden Brettern genommen, was die spätere Entnahme des Kompostes erheblich erleichtert.
Aus Steinen einen Komposter selber bauen
Prinzipiell eignen sich Steine zum Bau eines Komposters, zumal sie nicht verrotten. An einer geschlossenen Mauer wäre allerdings keine Sauerstoffzufuhr möglich, die beim Kompostieren so wichtig ist.
Ideal sind seitlich hochgemauerte Langlochziegelsteine, die durch die waagerecht liegenden Löcher Luft eindringen lassen. Massive Steine ohne Lochung sollten mit Abstand versetzt aufeinander geschichtet werden, damit Aussparungen zum Belüften des Kompostes bleiben.
Idealerweise besteht der Komposter nur aus drei Steinwänden und einer vorderen Lattenwand. Werden an den beiden gegenüberliegenden Steinwänden jeweils zwei Holzlatten mit einem Abstand in Lattenstärke oder bereits fertige U-Schienen angebracht, lassen sich die Bretter zur Entnahme des Kompostes hochschieben.
Da der Kompostinhalt eine direkte Verbindung zum Boden braucht, genügt es, beim Komposter nur unterhalb der gemauerten Wände eine Bodenplatte zu legen. Die kann aus Beton bestehen oder aus einer Schicht eben verlegter Steine mit Mörtel ausgegossenen Ritzen.
Ein Komposter aus Stein lässt sich übrigens problemlos zu einem Mehrkammersystem erweitern.
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